Bundesamt für Naturschutz

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Gebietsfremde Arten, Invasive Arten, Management, Studie

Gebietsfremde Arten: Vorsorge ist der beste Schutz

  • BfN veröffentlicht Management-Handbuch für 168 Arten

Um die Ausbreitung von invasiven und potenziell invasiven Arten zum Schutz der biologischen Vielfalt zu stoppen, werden bereits zahlreiche Maßnahmen praktiziert. Längst nicht alle sind jedoch effizient oder – aus Sicht des Naturschutzes – empfehlenswert. Deshalb wurden in einem Forschungsvorhaben des BfN in Zusammenarbeit mit der TU Dresden nun erstmals für insgesamt 168 invasive oder potenziell invasive Pilz-, Pflanzen- und Tierarten alle verfügbaren Erkenntnisse und Erfahrungen zu Maßnahmen zusammengetragen und bewertet. Insgesamt wurden 3600 Maßnahmen geprüft. 1900 von ihnen haben das Prädikat "empfehlenswert" erhalten.

Die naturschutzfachlichen Managementempfehlungen umfassen für jede einzelne Art insgesamt vier Kategorien: Vorsorge, Beseitigung, Kontrolle sowie Nutzung/Entsorgung. Ob die Anwendung einer Maßnahme als empfehlenswert eingestuft wurde, war von drei Kriterien abhängig: ihrer Effizienz, ihren ökologischen Auswirkungen und ihren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. An der Erarbeitung des Management-Handbuchs waren insgesamt 164 Expertinnen und Experten beteiligt.

Letzte Änderung: 02.02.2016