Bundesamt für Naturschutz

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Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt

Einführung

Der Senat von Berlin hat am 13. März 2012 die  "Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt" beschlossen. Die Strategie wurde auf der Basis eines ausführlichen Dialogs mit Wissenschaft und Wirtschaft, Verbänden und Vereinen, Politik und Verwaltung und weiteren Verantwortlichen erarbeitet. Berlin stellt sich der nationalen Verantwortung und macht sich mit den Zielen für die Hauptstadt und größte Stadt Deutschlands die Ziele der nationalen Stratege zu Eigen. Sie liefert das Rüstzeug, um die Fortentwicklung der Stadt nachhaltig und nachvollziehbar zu entwickeln. Die Strategie formuliert strategische Ziele, die nach ihren inhaltlichen Schwerpunkt in vier Themenfeldern:

  • Arten und Lebensräume
  • Genetische Vielfalt
  • Urbane Vielfalt
  • Gesellschaft

Auswahl an Aktivitäten

1) Strategien, Programme, Instrumente

  • Das Artenschutzprogramm als Teil des  Berliner Landschaftsprogramms gibt wesentliche flächenrelevante Ziele der Strategie zur Biologischen Vielfalt für die Stadtentwicklung wieder. Neben den Entwicklungszielen und Maßnahmen für die Biotopentwicklungsräume werden der Biotopverbund, die Biotopvernetzung, sonstige für die biologische Vielfalt wichtige Flächen und Artenreservoire sowie bedeutende Einzelbiotope benannt. Weitere Bestandteile sind Zielsetzungen für Artenhilfsprogramme.

2) Schutz und Entwicklung von Lebensräumen

  • Zu den wesentlichen Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung von Lebensräumen in Berlin gehören der Abschluss der Sicherung aller Natura 2000-Gebiete bis 2018 sowie eine entsprechende Managementplanung bis 2020. Bei den im Land Berlin vorhandenen  Natura-2000-Gebieten handelt es sich um 15 Fauna-Flora-Habitat-Gebiete ( FFH ) und fünf Vogelschutzgebiete, die 7,1 % der Landesfläche einnehmen.
  • Die Stiftung Naturschutz Berlin setzt seit 2009 die Mittel aus der Klimaschutzabgabe für klimaentlastende Naturschutzmaßnahmen in Berlin um. Inzwischen wurden drei Moorabschnitte erfolgreich renaturiert.
  • • Die Berliner Wälder werden nach Vorgaben des Forest Stewardship Council (FSC) und des Naturland-Verbandes bewirtschaftet. Seit 2002 garantiert die Zertifizierung mit regelmäßigen und unabhängigen Kontrollen, dass in Berliner Wäldern die Regeln einer naturnahen Forstwirtschaft eingehalten werden.

3) Schutz und Entwicklung von Arten und Artengruppen

  • Zusätzlich zu bereits laufenden Aufgaben wurden folgende Maßnahmen ergriffen:(a) Ertüchtigung und Optimierung von 16 Fledermaus-Winterquartieren.(b)Sofortmaßnahmen und Sanierung von Amphibienlebensräumen. (c) Konzeptentwicklung für eine bestäuberfreundliche Stadt. (d) Einrichtung der Koordinierungsstellen für Fauna und Florenschutz. (e) Installation von künstlichen Nisthilfen für Trauerseeschwalben-Kolonien. (f) Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung von Hornissennestern.

4) Bildung und Öffentlichkeitsarbeit / Naturschutzstiftungen

  •  "Mehr als Mensch kann" ist der Claim der Berliner Werbung für die Biologische Vielfalt. Es wurden Plakate gedruckt zu einem "Aushilfs-Spatz, einem Aushilfs-Baum und einer Aushilfs-Biene". In Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer entstand ein Leitfaden