Bundesamt für Naturschutz

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Projekte zum Thema "Naturschutz im Siedlungsbereich"

Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützt seit Anfang 2011 die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Von besonderer Bedeutung im urbanen Raum sind insbesondere die Förderschwerpunkte zur Sicherung von Ökosystemleistungen sowie zur Umsetzung weiterer Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung für die Strategie. Mögliche Beispiele sind Projekte zur Klimaregulation, zur Sicherung der natürlichen Wasser- und Stoffkreisläufe, zur Verbesserung von Erholung und Naturerlebnis sowie zur Sensibilisierung und Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren.

Aktuell fördert der Bund folgende Projekte mit Bezug zum Naturschutz im Siedlungsbereich: 

Frankfurt: Verwilderter Nordpark Bonames an der Niddaschleife ©Umweltamt Stadt Frankfurt am Main
Frankfurt: Verwilderter Nordpark Bonames an der Niddaschleife ©Umweltamt Stadt Frankfurt am Main

Stadt und Wildnis werden häufig als Gegensätze wahrgenommen; wo das eine ist, kann das andere nicht sein. Über ein neues ästhetisches Leitbild von Wildnis in der Stadt will das Projekt diesen Gegensatz aufheben und so die Akzeptanz von extensiv bewirtschafteten Grün- und Sukzessionsflächen in der Stadt verbessern.


Stadt Bad Saulgau: Das Straßenbegleitgrün bietet Potential für großen Artenreichtum
Stadt Bad Saulgau: Das Straßenbegleitgrün bietet Potential für großen Artenreichtum

Das Projekt „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ motiviert Städte und Gemeinden in Deutschland zur naturnahen Gestaltung und Pflege von Grün- und Freiflächen. Im Mittelpunkt steht das gleichnamige Label, das die Etablierung einheitlicher ökologischer Standards für den Umgang mit Grünflächen zum Ziel hat.


Grünfläche Stadt Bielefeld. Foto: IÖR
Grünfläche in Bielefeld
Grünfläche Stadt Bielefeld. Foto: IÖR
Grünfläche Stadt Bielefeld. Foto: IÖR

Städte tragen eine hohe Verantwortung für den Erhalt und die Förderung von Biodiversität, oft fehlt es jedoch an übergreifenden Strategien für die lokale Umsetzung. Das Projekt Urban-NBS erarbeitet Handlungsempfehlungen und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der NBS im urbanen Raum in den Städten Bielefeld und Heidelberg.

Foto: Hans Glader
Foto: Hans Glader

Jede Stadt birgt viel Natur. Dazu zählen nicht nur öffentliche Grünflächen, sondern auch von Vereinen, Initiativen oder Privatpersonen genutzte und gepflegte Gärten, Baumscheiben und andere Freiräume. Sie prägen den urbanen Lebensraum im Sinne der biologischen Vielfalt. Zu deren Vernetzung bietet Grünanteil.net eine spezielle Online-Plattform.


Trockenmauer. Foto: Pecher-Naturgarten
Trockenmauer - Pecher-Naturgarten

In Fokus des Projekts steht der urbane Raum und die vielfältigen Möglichkeiten, die Bürger/innen und ortsansässige Unternehmen haben, um die biologische Vielfalt zu fördern. In drei Modellstädten – Duisburg, Erfurt und Wiesloch – wird eine Kampagne zur Entsiegelung und naturnahen Begrünung innerstädtischer Firmengelände durchgeführt. 


Papitzer Lachen. Foto: Maria Vitzthum
Papritzer Lachen. Foto: Maria Vitzthum

Im Mittelpunkt des Projektes steht das einzigartige Auwaldgebiet der Luppe im Nordwesten von Leipzig. Die ehemaligen Wasserläufe der Luppe sollen revitalisiert und wieder zu einem Fließgewässer verbunden werden. Auf diese Weise soll die Wasserzufuhr des Auwalds langfristig gesichert werden.


Klettermikado zwischen Wildpflanzenbeeten. Foto: Kerstin Lüchow
Klettermikado zwischen Wildpflanzenbeeten. Foto: Kerstin Lüchow

Das FiBL Deutschland e. V. (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) steht hinter dem Projekt. Ziel ist der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks mit 200 Natur-Erlebnis-Kinder-Gärten. Schon Vorschulkinder sollen so den Wert und die Bedeutung biologischer Vielfalt unmittelbar entdecken und erleben können.


Dachbegrünung. Foto: Dieter Schütz/ Pixelio.de
Dachbegrünung. Foto: Dieter Schütz/ Pixelio.de

Ziel dieses von der Heinz Sielmann Stiftung, der Bodensee-Stiftung und dem Global Nature Fund entwickelten Modell-Projekts ist es deutschlandweit Unternehmen für eine naturnahe Gestaltung ihrer Firmengelände zu sensibilisieren und biologische Vielfalt stärker in ihr unternehmerisches Denken zu integrieren.


Letzte Änderung: 27.06.2016

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