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WIPs-De (Wildpflanzen-Schutz Deutschland) – Aufbau eines nationalen Verbundes zum Schutz gefährdeter Wildpflanzenarten in besonderer Verantwortung Deutschlands


Erhaltungskultur der Pfingst-Nelke. Foto: Botanischer Garten Potsdam
Erhaltungskultur der Pfingst-Nelke. Foto: Botanischer Garten Potsdam
Frucht der Grauen Skabiose. Foto: Botanischer Garten Osnabrück
Frucht der Grauen Skabiose. Foto: Botanischer Garten Osnabrück
Naturnahe Schlickstandorte im Tidebereich der Elbe. Foto: Peter Borgmann
Naturnahe Schlickstandorte im Tidebereich der Elbe – Wuchsort des Schierlings-Wasserfenchel. Foto: Peter Borgmann

Verantwortungsbereiche der Verbundpartner. Grafik: Botanischer Garten Osnabrück
Verantwortungsbereiche der Verbundpartner. Grafik: Botanischer Garten Osnabrück

Ziel von WIPs-De ist der Aufbau eines nationalen Schutzprogramms für die 15 Verantwortungs-Pflanzenarten aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“. Grundlage und Alleinstellungs-Merkmal des Projektes ist ein deutschlandweites Netzwerk zwischen fünf botanischen Gärten, einer pädagogischen Hochschule, dem amtlichem Naturschutz, Naturschutz-Organisationen und ehrenamtlich agierenden Botanikern.

Diese neuartige Kooperation verknüpft drei bisher meist isoliert durchgeführte Erhaltungs-Strategien: deutschlandweite Sammlungen von Saatgut bzw. Sporen (für die fachgerechte Tiefkühl-Lagerung in Genbanken), Erhaltungs-Kulturen ausgewählter Populationen in botanischen Gärten (zum Erhalt und zur Vermehrung) und Schutzmaßnahmen an natürlichen Standorten (Wiederansiedelung oder Stärkung der Population).


Neue Standards bringen die naturschutzfachlichen Ziele im Artenschutz mit Qualitätsstandards bei der Sicherung der Verantwortungsarten in Genbanken und Erhaltungskulturen in Einklang. Gemeinsam mit Umweltbehörden und Naturschutz-Organisationen werden je nach regionalem Bedarf gefährdete Populationen der Verantwortungsarten gestützt oder neue Populationen angesiedelt. Das Projekt leistet dadurch einen essenziellen Beitrag zum Schutz gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter Pflanzen wie Arnika, Gelbes Galmei-Veilchen und Breitblättriges Knabenkraut.

Mit einem praxisorientierten Konzept und einer Umsetzungs-Strategie für die botanischen Gärten werden regionale Artenschutz-Aktivitäten bundesweit aufeinander abgestimmt und so Synergieeffekte erzielt. Erstmalig erfolgt durch das Projekt eine bundesweite Analyse und Zusammenstellung der Artenschutz-Aktivitäten für die  15 Verantwortungsarten. Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit fördert die Kenntnis der heimischen Pflanzenvielfalt in der Gesellschaft und stärkt die Bereitschaft zum Schutz der Biodiversität.

Ein vergleichbares Projekt gibt es in Deutschland bislang nicht. Aufgrund der bisherigen Einzelaktivitäten der beteiligten Partner, ihrer bestehenden Netzwerk-Aktivitäten und besonders durch die vorhandenen Kontakte zu Verantwortlichen für den botanischen Naturschutz in allen Regionen bestehen optimale Voraussetzungen für das Erreichen der Projektziele.

Aufgabenschwerpunkte der Verbundpartner. Grafik: Botanischer Garten Osnabrück

Projekt-Steckbrief

Förderschwerpunkt: Verantwortungsarten

Bundesland: Bundesweit

Laufzeit: 15.06.2013 – 14.06.2018

Gesamt-Finanzvolumen: 3,3 Mio. Euro

Projektleitung: Botanischer Garten Osnabrück

Projektpartner: Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem, Botanischer Garten des Karlsruher Instituts für Technologie, Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Botanischer Garten Regensburg, Botanischer Garten Potsdam

Fördergeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) / Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Webseite: www.wildpflanzenschutz.de

Ansprechpartner im Auftrag des BfN:

Programmbüro des Bundesprogramms Biologische Vielfalt im
Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn

Tel: 0228 3821 1809 (Sekretariat)
E-Mail programmbuero-bpbv@dlr.de

Letzte Änderung: 22.10.2014

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