Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Strategien

Beispiele für kommunale Strategien zur biologischen Vielfalt

Zur konkreten Verankerung übergeordneter Biodiversitätsziele auf lokaler Ebene können kommunale Biodiversitätsstrategien einen wichtigen Beitrag leisten. Sie dienen der systematischen Erfassung, Darstellung und Abstimmung vergangener und zukünftiger Naturschutzaktivitäten unter Berücksichtigung der lokalen rechtlichen, ökonomischen, planerischen und ökologischen Ausgangsbedingungen. Ihr Mehrwert liegt v. a. im Prozess der Erarbeitung und Umsetzung. Den Kommunen bietet sich hierbei die Möglichkeit, mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, lokalen Naturschutzverbänden und vielen weiteren Akteuren ein gemeinsames Selbstverständnis in Bezug auf den Naturschutz zu entwickeln.

Einige Städte und Gemeinden haben daher eigene Strategien zur Erhaltung der biologischen Vielfalt vor Ort beschlossen. Informationen zu den Strategien und Aktivitäten finden Sie auf den nachfolgenden Seiten (Stand Juli 2016):

Augsburg

Die Stadt Augsburg erarbeitete bereits im Jahr 2009 die „Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Augsburg“. Die Strategie umfasst zwei wesentliche Ziele. Das erste Ziel besteht darin, die vorkommenden und potentiell zu erwartenden Tier- und Pflanzenarten einschließlich der von ihnen benötigten Lebensräume in der für den Arterhalt erforderlichen Größe, Zuordnung und Vernetzung zu erhalten, zu sichern und zu entwickeln. Das zweite Hauptziel ist, die Bevölkerung durch vielseitige Umweltbildungsangebote aufzuklären und Umweltbewusstsein zu fördern.

Download  Augsburger Biodiversitätsstrategie

Bamberg

Die Stadt Bamberg verabschiedete 2014 die „Bamberger Strategie für Biologische Vielfalt“, welche Ziele bis zum Jahr 2020 formuliert. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Schutz, dem Erhalt und der Förderung gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, der Ausweisung von Schutzgebieten, der Vernetzung einzelner Biotope und der naturnahen Gestaltung gestörter Bereiche. Weitere Kernpunkte der Strategie sind die Förderung von regionalem und ökologischem Landbau, flächensparendes und ökologisches Bauen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Umweltbildung.

Download  Bamberger Strategie zur biologischen Vielfalt

Berlin

2012 hat der Senat von Berlin die Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt beschlossen. Die Strategie beinhaltet vier Themenschwerpunkte, die mit konkreten Zielen untersetzt sind: Arten und Lebensräume, Genetische Vielfalt, Urbane Vielfalt und Gesellschaft. Um diese Ziele zu erreichen, wird die Verknüpfung planerischer und traditioneller Instrumente mit neuen strategischen Elementen unter Einbindung möglichst vieler Akteure der Stadtgesellschaft angestrebt.

Mit dem „Naturbarometer Berlin 2015“ liegt ein erster Zwischenbericht zur Umsetzung dieser Strategie vor. Das Naturbarometer gibt einen Überblick über die Entstehung, die aktuelle Situation und bisher erfolgte Maßnahmen. Darüber enthält es eine Vorschau auf den künftigen Umsetzungsprozess einschließlich der noch zu lösenden Herausforderungen. Besonders hervorzuheben ist die gelungene grafische Präsentation der Zahlen und Fakten.

Download  Berlins Biologische Vielfalt

Download  Naturbarometer Berlin 2015 Stadtnatur: Berlins Biologische Vielfalt

Erfurt

Der 2011 verabschiedete „Umsetzungsplan der Stadt Erfurt zur Deklaration Biologische Vielfalt in Kommunen“ orientiert sich an den vier Schwerpunkten der Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“: Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich, Arten- und Biotopschutz, Nachhaltige Nutzung, sowie Bewusstseinsbildung und Kooperation. Die Maßnahmen zur Umsetzung reichen dabei von der Erarbeitung eines Brachflächenkatasters unter Naturschutzgesichtspunkten und eines regionalen Entwicklungskonzeptes „Erfurter Seen“ über Maßnahmen des Artenschutzes und zur Flächensicherung bis zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Kommunalwaldes und Unterstützung von Umweltbildungsprojekten.

Download  Umsetzungsplan der Stadt Erfurt zur Deklaration Biologische Vielfalt in Kommunen

Gütersloh

Das Biodiversitätsprogramm der Stadt Gütersloh „Lebendiges Gütersloh: Pflanzen, Tiere, Biotope“ versteht sich als Ergänzung zum Landschaftsplan. Das Biodiversitätsprogramm bietet eine aktions- bzw. projektorientierte Perspektive, an deren Umsetzung sich viele Akteure beteiligen können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Vorbereitung und Umsetzung praktischer Maßnahmen, die den Natur- und Artenschutz fördern, sowie auf Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung.

Download  Lebendiges Gütersloh: Pflanzen, Tiere, Biotope. Das Programm zur Bewahrung der Biologischen Vielfalt in der Stadt Gütersloh

Hamburg

Grüne Vielfalt - Qualität der Stadt

Die Hamburgische Strategie für die Entwicklung der Biodiversität beinhaltet u.a. die folgenden drei Zielsetzungen: Nachhaltige Flächennutzung, Herstellung eines Biotopverbundes sowie der Erhalt und die Entwicklung der Kulturlandschaften und der Fließgewässer. Ein wesentliches Instrument zur planerischen Umsetzung der Biodiversitätsstrategie ist die Fachkonzeption Arten- und Biotopschutz.

Download  Grüne Vielfalt – Qualität der Stadt . Strategie für die Entwicklung der Biodiversität

Hannover

Die Landeshauptstadt Hannover gehört zu den ersten Kommunen in Deutschland, welche eine lokale Strategie zum Schutz der Biodiversität verabschiedete hat. Diese bereits 2009 erarbeitete Strategie wurde 2015 fortgeschrieben unter dem Titel „Mehr Natur in der Stadt – Programm zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in Hannover 2014 – 2018“. Im Programm werden zwei Schwerpunkte als Handlungsfelder definiert: Das erste Handlungsfeld umfasst direkte Maßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität. Das zweite Handlungsfeld enthält indirekte Maßnahmen, welche zum Erhalt und der Verbesserung der Biodiversität beitragen, wie Maßnahmen zur Umweltbildung und zur Öffentlichkeitsarbeit. Die aktuelle Fortschreibung ordnet diesen Handlungsfeldern bereits umgesetzte und künftige Projekte zu.

Download Heft Nr. 48  Mehr Natur in der Stadt. Ein Programm zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in Hannover.

Download Heft Nr. 51  Mehr Natur in der Stadt. Ein Programm zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in Hannover 2014 bis 2018.

Ingolstadt

Die Ingolstädter Biodiversitätsstrategie baut auf bisherigen Planungen und erfolgreichen Projekten auf, führt diese weiter und intensiviert sie. Dabei werden in der Strategie vier Handlungsschwerpunkte benannt: Erhalt der Arten- und Sortenvielfalt, Erhalt von Lebensräumen, Verbesserung der ökologischen Durchlässigkeit sowie Vermittlung und Vertiefung von Umweltwissen.

Download  Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Ingolstadt

Landshut

Die Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Landshut wurde schon im Jahr 2008 erarbeitet. Sie fußt auf den bereits erarbeiteten, umfangreichen Grundlagen, wie beispielsweise der Stadtbiotopkartierung und dem Arten- und Biotopschutzprogramm. Die Strategie beinhaltet die folgenden vier Ziele, welchen Schwerpunktprojekte zugeordnet sind: Schutz der Arten- und Sortenvielfalt, Schutz und Erhalt von Lebensräumen, Verbesserung der ökologischen Durchlässigkeit sowie Vermittlung und Vertiefung von Umweltwissen.

Download  Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Landshut. Lokale Umsetzung der Bayrischen Biodiversitätsstrategie

Nürnberg

Die Nürnberger Biodiversitätsstrategie „Von Eremiten, Sandtraganten und Knoblauchkröten“ orientiert sich an vorhandenen, in Hauptgruppen zusammengefassten Biotopen. Sie beschreibt diese und führt dazu jeweils beispielhaft bereits durchgeführte und geplante Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung auf, wie z. B. umfangreiche Gehölzneupflanzungen, die Entwicklung eines Gebäudebrüterprogrammes oder Vorschläge für Schutzgebietsausweisungen. Weiterhin wird über Projekte von besonderer Bedeutung, wie das Programm zur Sicherung der Population des Sand-Traganten, berichtet.

Download  Von Eremiten, Sandtraganten und Knoblauchkröten. Die Biologische Vielfalt Nürnbergs bewahren und entwickeln

Offenbach

Konzept Mensch + Natur

Ziel des Offenbacher „Konzeptes Mensch und Natur“ ist es aufzuzeigen, wie die Schutzgüter Natur und Landschaft, Wasser und Boden in ihrer Funktionsfähigkeit und Vielfalt als Lebensraum und somit als Lebensgrundlage erhalten und entwickelt werden sollen. Besonderes Augenmerk wird folgenden drei Themen gewidmet: Erhalt und Entwicklung des städtischen Naherholungsbereichs und des Lebensraumes für Tiere und Pflanzen, Erhalt der Funktionsfähigkeit des Bodens als Grundlage der Nahrungsmittelproduktion und des Artenreichtums, sowie Erhalt und Herstellung eines naturnahen Gewässerzustandes und Hochwasserschutz.

Download  Konzept Mensch und Natur.

Vaterstetten

Auf Grundlage der Bayrischen Biodiversitätsstrategie hat die Gemeinde Vaterstetten eine lokale Umsetzungsstrategie erarbeitet. Viele Maßnahmen und Projekte knüpfen dabei an bestehende Initiativen an und wurden um neue Zielsetzungen und Maßnahmen ergänzt. Schwerpunkte der lokalen Strategie bilden künftig die Förderung des vielgestaltigen Gartenstadtcharakters im städtischen Raum, die Förderung der Biodiversität im ländlichen Raum sowie umweltpädagogische Maßnahmen.

Download  Vielfalt verbindet – Modellgemeinde Vaterstetten. Lokale Umsetzungsstrategie

Broschüre

Biodiversitätsstrategien - Ein Werkstattbericht
Titelbild Broschüre

Die Broschüre  „Biodiversitätsstrategien - Ein Werkstattbericht" gibt Kommunen Anregungen, wie sie Natur im öffentlichen Raum mit Hilfe eines strategischen Ansatzes vielfältiger gestalten können.

Letzte Änderung: 20.07.2016

 Artikel drucken